Der Kaffee wacht mit dir auf. Nicht umgekehrt. In der Louisenstraße fängt der Tag um halb sieben mit Dienstag-Morgen-Charge, um acht zischt die Maschine zum ersten Mal, um neun stehen die ersten Körbe mit den frisch gerösteten Bohnen in der Auslage. Du trinkst ihn gegen zehn. Wir haben ihn zwei Tage vorher in der Trommel gehabt und drei Tage vorher aus einem Sack genommen, der aus Cerrado Mineiro um die Welt gereist ist.
Das Ritual ist kein Marketing.
Zwischen Schlaf und erster Tasse liegt eine Pause, die niemand gern ohne Königreich bewohnt. Du kaufst also nicht Koffein. Du kaufst die Tasse, an der du sitzt.
«Wenn der Tag bei dir nicht sofort beginnt, beginnt er bei uns — in der Trommel, sieben Tage bevor du ihn riechst.»
Wir reden nicht über Herkunft als Marketing. Wir reden über Brasilien weil wir wissen, dass die Yellow Bourbon dieses Monats drei Grad über normal auf der Trommel geblieben sind — und das ist der Grund warum die Milchschokolade lauter ist als letztes Mal.

